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Betonierung

Die zulässige Körnung ist Zuschlag bis ø 8mm

Die Wände können über eine Pumpe, einen am Kran aufgehängten Trichter oder von Hand betoniert werden.

Betonierung mit Pumpe:

Bei diesem Verfahren zur Betonaufgabe erfolgt die Errichtung der Gebäudewände am schnellsten und daher ist es gegenwärtig bei den Profis am meisten verbreitet. Nachdem die eingebaute Schalung aus Hohlsteinen die Höhe eines Geschosses erreicht und die Wände mit besonderen Stützen abgestützt sind, kann mit der Betonaufgabe mit der Pumpe begonnen werden. Die Betonmischung wird in den Wänden ringsum eingebracht, d.h. nachdem die Schalung an einer Stelle bis 1 m Höhe gefüllt ist, wird langsam nach vorne weitergegangen. Nach 2-3 Umkreisungen sind die Wände gefüllt. Die Betonaufgabe erfolgt mit der Förderleistung von 6-8 m3/h. Bausteine mit der Dichte von 30 g/l verwendend, geht man sicher, dass sie unter dem hydrostatischen Betondruck nicht platzen. Erfahrene Firmen betonieren unsere Elemente sogar bis 5 m Höhe der Betonsäule! Der ausgezeichnete Aufbau der Verbindungsschlösser der Hohlsteine verhindert deren "Entkupplung" und die bei ähnlichen, weniger fortgeschrittenen Lösungen erforderliche Verklammerung ist nicht nötig.

Die Abstützungen der Schalung für die Betonierzeit können bei uns gekauft oder geliehen werden. Der bei uns verwendete Beton hat dickplastische Konsistenz (27-14 s nach dem VEBE-Verfahren), möglichst geringen Wassergehalt und enthält Verflüssiger, womit die Schalung gut gefüllt und die Trocknungszeit des Betons gekürzt wird.

Die zulässige Körnung ist Zuschlag bis ø 8mm. Größere Korndurchmesser könnten die Kavernenbildung in der hergestellten Wand verursachen. Der Beton wird nicht mit Tauchrüttlern gerüttelt - er kann gestochen, mit an der Schalung befestigten Außenrüttlern oder durch Beklopfen der Wandschalung von außen verdichtet werden, indem z.B. mit einem Hammer auf ein an die mit Beton gefüllten Hohlsteine angelegtes Brett geschlagen wird.
Betonieren mit einem Trichter mit beweglichem Boden:

Bei der Errichtung hoher Gebäude, wenn ein Kran verfügbar ist, entscheiden sich die Bauunternehmer, Beton mit einem Trichter aufzugeben. Nachdem der Aufgabetrichter auf die entsprechende Höhe gehoben und durch die Bauarbeiter an die richtige Stelle gebracht wird, wird Beton durch den geöffneten Trichterboden ausgebracht und verlegt.
Betonierung von Hand:

Um die Kosten herabzusetzen, ist es möglich, Wände lagenweise - je drei Hohlsteinlagen (also 75 cm) zu errichten und von Hand mit auf der Baustelle bereitgestelltem Beton zu vergießen. Die Betonklasse und die Bewehrung haben der Gebäudekonstruktionsplanung zu entsprechen. Der verlegte Beton ist durch "Stechen" zu verdichten. Bei dem Betonieren ist eine besondere Blechrinne behilflich, deren Verwendung die Verschmutzung der Verbindungsschlösser der Elemente verhindert. Es kann dazu auch ein halbiertes PVC-Rohr verwendet werden. Es ist eine recht zeitraubende Lösung, die der Überwachung durch einen erfahrenen Instrukteur bedarf.